Reise in die eigene Geburt...
... Schwangerschaft und frühe Kindheit
Wir wissen heute, dass wir wesentliche Prägungen bereits während der Schwangerschaft, der Geburt und in der frühen Kindheit erhalten. In dieser Zeit wird das Fundament unserer grundlegenden Gefühle von Vertrauen und Sicherheit gelegt und somit die „Grundmelodie“ unseres Lebens.
Ängste, Sinnkrisen, Depressionen, Leeregefühle und Beziehungsprobleme, die uns dann im späteren Leben zu schaffen machen, können wir häufig nicht zuordnen, weil wir uns an diese frühe Zeit nicht bewusst erinnern.
In diesem Workshop haben die Teilnehmer/innen jeweils die Möglichkeit, auf einer tiefen Körperebene die Sensibilität und Verletzlichkeit jener frühen Lebensabschnitte zu erkunden. Die darin eingeschlossenen Kräfte und Energien können durch eine korrigierende Erfahrung wieder befreit werden und damit ein Tor für eine neue Seins-Ebene öffnen. Damit jedem diese tiefe Erfahrung ermöglicht wird, haben wir die Teilnehmerzahl auf 6 begrenzt.
Kurszeiten: Freitag 16 Uhr bis Sonntag ca. 16 Uhr
Der Preis für die Teilnahme beträgt 300,– € (excl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldung bei:
Gudrun Indlekofer und Joachim Detjen,
gudrun@geburt-und-leben.com oder joachim@geburt-und-leben.com
Es ist grundlegend erforscht, dass alle Körper-, Gefühls-, und Bindungserfahrungen aus dieser frühen Zeit in unserem Körper gespeichert sind, da der Mensch von der Zeugung an ein voll bewusstes Wesen ist.
Es ist somit ein Geschenk, sich mit dieser Zeit zu beschäftigen, um wieder Gesundheit, Stabilität, inneren Frieden und Liebe in sein Leben einzuladen.
Viele Menschen haben jedoch Angst, sich mit diesen frühen Erfahrungen zu beschäftigen, da sie ahnen, dass auch tiefe Momente von Verlassenheit und Schrecken darin verborgen liegen können. Diese Ahnung im späteren Leben zu verdrängen (z.B. durch Alltagssüchte) ist auf Dauer viel kräftezehrender oder gesundheitsschädlicher, als sich in einem liebevollen und achtsamen Feld damit auseinanderzusetzen.
Die/der Reisende bestimmt das Thema, welches häufig aus der ganz aktuellen Lebenssituation kommt (z.B. ein Beziehungskonflikt oder Körperverspannungen).
Bevor sich eine Person dann auf ihre Entdeckungsreise begibt und erfahren darf, welch frühe Muster im aktuellen Lebenskontext angesprochen werden, baut sie gemeinsam mit den Leitern als Anker eine Ressource auf. Dies ist eine Art sicherer Ort, an dem sie sich kraftvoll und geborgen fühlt. Erst wenn dieser im Körpergedächtnis abrufbar ist, kann sie in das Thema hinein schmelzen. Dabei bestimmt immer die bzw. der Reisende das Tempo sowie den gesamten Prozess.
Die Gruppe mit den zwei Leitern bildet dabei ein tragendes und heilendes Gefäß (eine Art Gebärmutter), und die Arbeitende bzw. der Arbeitende begibt sich in einen Raum, der ihr bzw. ihm ermöglicht, längst verdrängte Trauma-Muster anzutauen.
Da viele Menschen gerade am Lebensanfang grenzverletzende Erfahrungen gemacht haben, ist das Wahren von Grenzen eine der absoluten Grundvoraussetzungen für das Erleben einer heilenden Erfahrung.
Jedes „Nein“ in diesem Kontext vom Reisenden ausgesprochen wird nicht nur akzeptiert, sondern ist Teil des heilenden Prozesses.
Die Prozesse sind daher individuell und auch einmalig, so wie eben jede Person, die sich auf diesen Selbsterfahrungsweg begibt.
Gemeinsam ist allen Prozessen, dass die hohe emotionale Ladung im Raum, wie bei systemischen Aufstellungen, dazu führt, dass tiefe Prozesse ermöglicht werden.
Jede TeilnehmerIn erfährt etwas über die verschiedenen Stadien dieser frühen Existenz im Zusammenhang mit Zeugung, verlorenener Zwilling, Schwangerschaft oder Geburt und deren Lebenskonsequenzen. Es ist uns ein tiefes Anliegen, den Schatz hinter dem vordergründigen Trauma erfahrbar zu machen: Es darf zum Vorschein kommen, worum es damals wirklich ging, damit Missverständnisse aufgelöst und neue Entscheidungen getroffen werden können.
Häufig kommen wir in diesem Zusammenhang mit unserer ganzen Liebesfähigkeit und unseren Lebensaufgaben in Kontakt.
Wir können Verbindung herstellen zur Mutter, zum Vater, wo es früher nicht möglich war, alten Stress auflösen, Ja sagen zum Leben und neue Entscheidungen treffen für einen guten Neustart.
Auf diese Weise werden Lebenszusammenhänge klar und Lösungswege sichtbar.
Da wir uns mit der Arbeit viel im vorsprachlichen Bereich befinden, erleben wir unseren Versuch, die Prozesse sprachlich zu beschreiben, letzen Endes als äußerst begrenzt. Wesentliches geschieht oft jenseits von Sprache. Das bestätigen fast alle TeilnehmerInnen.
